Studentische Lern- und Arbeitsmöglichkeiten

Seit einigen Semestern engagieren wir uns mit dem Projekt "Intelligentes Lernraum-Management" im Bereich der studentischen Lern- und Arbeitsräume. In den letzten Jahren wurde es für uns Studierende in der Universität zunehmend eng. Da stellte sich für uns die Frage: Wie schaffen wir wieder mehr Patz zum Lernen? Das Bauen von Lernräumen ist sehr teuer, dauert lange und behebt auch nur die Knappheit in einem kleinen Teil der Universität. Daher war unsere Idee: Nützen wir doch erst einmal alle Möglichkeiten, die wir haben, richtig aus. Viele Räume werden eher selten genutzt, da sie niemand kennt oder sie so weit weg vom Rest der jeweiligen Fakultät sind, dass man als Studierender dort nur hingeht, wenn man weiß, dass dieser Raum gerade frei ist. Nur wie weiß ich, ob ein Raum gerade frei ist? TUMonline beherrscht zwar bereits die Suche nach freien Räumen, bezieht sich dabei aber nur auf die Raumbelegungsdaten durch Seminare, etc. In den Zeiten, in denen der Raum in TUMonline als „frei“ eingetragen ist, kann dieser von Studierenden als Lernraum genutzt werden. Aber woher weiß ich nun, ob der Raum bereits durch Studierende belegt wird? Wir haben dafür zwei Möglichkeiten gesehen:

  1. Ein Zählgerät in der Türe, das den Durchgang "überwacht" und die Daten in TUMonline zur Verfügung stellt. Daraus kann ermittelt werden, ob der Raum voll ist, oder dieser noch von weiteren Studierenden genutzt werden kann.
  2. Auf einem Touchscreen, das in dem Raum angebracht ist, stellen die Studierenden selbst ein, ob der Raum gerade vollständig belegt ist.
Und was ist jetzt das bessere von beiden?


Pilotprojekt in Garching-Hochbrück

Mit Herrn Dr. Kredler (Sonderbeauftragter des Präsidenten für die Studienorganisation) und Andreas Bernhofer vom IT Service Zentrum der TUM wurden beide Möglichkeiten in Garching-Hochbrück im Parkring 35 ausprobiert. Die dafür benötigten finanziellen Mittel wurden von der Hochschule zur Verfügung gestellt. Bei den Zählgeräten stellte sich heraus, dass sie leider etwas ungenau messen. In unserem Kontext heißt das, dass wir uns trotz vorhandener Sensorik nicht sicher sein können, ob ein Raum gerade frei oder belegt ist. Bei den Touchscreens konnten im Rahmen des Testprojekts deutlich verlässlichere Daten erhoben werden. Deshalb wurde bei der Ausweitung des Projekts auf den Campus Garching auf Touchscreens gesetzt.

Aktueller Stand des Projekts

Inzwischen sind alle Lernräume oberhalb der Bibliothek Mathematik/ Informatik und einige Glaskästen und Seminarräume mit Touchscreens ausgestattet und somit in das intelligente Lernraummanagement (IRIS) eingebunden. Studierende können sich auf

go.tum.de/lernraum

informieren, welche Lernräume gerade besetzt und welche frei sind.

Damit ist das Projekt aber noch lange nicht abgeschlossen – Ziel ist es, viele weitere Räume in IRIS zu integrieren. Bleibt die Resonanz weiterhin so positiv wie bisher, ist eine Ausweitung auf weitere Gebäude und Standorte geplant.

Informationen von der TUM

Auf der TUM-Homepage findest du noch weitere Informationen rund um Lernräume.

Weitere Informationen findest du auch auf blog.lehren.tum.de.

Interesse an diesem Thema oder Weitere Fragen?

Wenn du weitere Fragen oder Interesse an diesem Thema hast, kannst du uns gern eine E-Mail an lernraeume@fs.tum.de schicken oder komme einfach auf einer AStA-Sitzung vorbei.